Die recherchieren, sieht man nicht…

„Schreiben Sie noch?“ Kein Finanzbeamter würde gefragt, ob er sich noch zuverlässig um die Steuergerechtigkeit sorgt. „Alles gut?“ ersetzt immer öfter ein „Wie geht’s?“ In Berlin (und anderswo) fallen kontinuierlich Redakteursstellen weg. Ich sammle Geschichten von Ex-Kolleginnen und Ex-Kollegen, die in ganz anderen Berufssparten neu starten. Und ja, ich schreibe noch.

Ganz im Sinn von Bertolt Brecht: „Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht.“ (aus der „Dreigroschenoper“) recherchiere ich nach wie vor für mehrere Langzeitprojekte. Möglich, dass nicht alles druckreif wird. In den letzten Wochen entstanden mehrere Porträts. Für eins durfte ich das Hochsicherheitslabor des Robert Koch-Instituts Berlin besuchen. Hier erklärte mir der Biologe Dr. Andreas Kurth, warum er sich für lebensgefährliche Krankheitserreger und für Fledermäuse interessiert. Mehrere Beiträge befinden sich „in press“. Zudem wagte ich ein (nur scheinbar) branchenfremdes Experiment, über das hier noch zu lesen sein wird.

Foto: ©Dagmar Möbius

Einen Arbeitsplatz wie seinen gibt es nur selten auf der Welt. Der promovierte Biologe Andreas Kurth leitet seit vier Jahren Hochsicherheitslabor am RKI. Im einzigen bundesdeutschen Labor der höchsten Schutzstufe im humanmedizinischen Bereich sollen künftig hochpathogene Viren wie Ebola, Lassa oder Nipah diagnostiziert und erforscht werden.

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