Monat der Leserreaktionen

In Zeiten von Chats, Messenger-Nachrichten und einer zum großen Teil ins Digitale verlagerten Kommunikation sind Leserbriefe besonders wertvoll. Sie zeigen, dass Beiträge gelesen, gehört oder gesehen werden und sie sind ein Zeichen gelebter Demokratie. Für mich sind sie nicht nur ein Seismograph für sensible Themen, sondern auch ein Vertrauensvorschuss. In den letzten Wochen erreichten mich mehr solcher Reaktionen als sonst. Weiterlesen

Über gefallene und neue Mauern

Pink, Grün oder Gold – die Farben hätte ich spontan nicht mit dem Thema „Mauerfall – Fallende Mauern“ verbunden. Aber ich bin auch keine Kunstexpertin. Ich betrachte Malerei und Bildende Kunst emotional. Berührt mich ein Werk, interessiert mich die Geschichte dahinter und was die Schöpferin/den Schöpfer bewegt. Manchmal habe ich das Glück, hautnah nachzufragen. Wie beim ArtRoom, Weiterlesen

Warum der Nachwuchs so wütend ist

Mein voriger Blogbeitrag entstand vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am ersten Septemberwochenende 2019. Die Ergebnisse in beiden Bundesländern lösten wegen der Gewinne für Blaue und Grüne und der Verluste für Schwarz und Rot bekanntlich heftige Diskussionen aus. Nicht nur im Großen, auch in meinen Netzwerken hieß es, sich zu positionieren, Grenzüberschreitungen als das zu bezeichnen, was sie sind: unakzeptabel. „Politik interessiert mich nicht“, Weiterlesen

Mittelgut oder sonderbar?

 

Und noch einmal Theodor Fontane. Schon seit März stand die Leitausstellung fontane.200/Autor in Neuruppin auf meinem Plan. Wie stellt man Wörter und Texte spannend aus? Vom Bahnhof Rheinsberger Tor (in 30 bis 60 Minuten erreichbar mit dem RE 6 aus Berlin) ist das Museum nur wenige Minuten Fußweg entfernt. Vorbei an Fontanes Geburtshaus, der Löwen-Apotheke, säumen hölzerne Tafeln den Weg durch die Stadt. Auf ihnen sind so genannte „Klexchen“ verewigt. Wortschöpfungen von Fontane, über die man schmunzeln oder sich fragen kann, was sie wohl bedeuten. Weiterlesen

Keine Antragslyrik: So und nicht anders

Zugegeben: Als Reinhardt Repke in seinem „Club der toten Dichter“ Heinrich Heine vertonte, zog mich der Interpret ins Konzert. Bis Dirk Zöllner „Ich hab im Traum geweinet“ oder „Ich weiss nicht, was soll es bedeuten“ sang, war Heine für mich ein alter, melancholischer Mann. Die Polytechnische Oberschule hatte bei mir kein nachhaltiges Interesse für Literaturklassiker auslösen können. Die Einsicht, wie schade das ist und dass das nicht so bleiben muss, verdanke ich Reinhardt Repke. Der Musiker und Komponist findet, um es analog einem Fontane-Zitat zu sagen, die Austernperlen in alten Werken. Aktuell zu erleben mit neu vertonten Gedichten von Theodor Fontane. Ich durfte bei der Vorpremiere der Tour „So und nicht anders“ dabei sein. Weiterlesen

Die Leipziger Buchmesse 2019 in 40 Sekunden

Eins der häufigsten Worte, die ich auf meiner Lieblingsmesse höre, ist „Informationsflut“. Es ist es unmöglich, an einem Tag alles Interessante zu sehen und abzuarbeiten. Besucher sind wahrlich sehr vielen Reizen ausgesetzt. Da ein Promi, dort eine interessante Lesung, vielversprechende Buchcover und erst die Typen!

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