Warum ist der Fuchs depressiv?

Die Frage stellen Besucher des Oranienwerks regelmäßig. Seit Ostern 2016 ziert eine ganze Fuchs-Familie zwei Wände des Co-Working-Bereichs, unweit meines Büros. Das in Speedpainting-Technik entstandene Werk heißt „Floating Foxes“ und stammt von Venison Customs. Bezüglich Motiv und Gestaltung waren der künstlerischen Freiheit keinerlei Grenzen gesetzt. Auf Youtube ist zu beobachten, wie die schwebenden Rotfüchse in den einstigen Werkzeugbau zogen.

Füchse können ausgezeichnet hören, sehen und riechen. Zudem reagieren sie schnell und lernen gut. Daher ihr Image als schlauer und listiger Reineke, verrät ein mit der Jagdbehörde getexteter Infoflyer der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Aber depressiv? Damit sind selbst Tierpsychologen überfragt. Egal. Die Füchse wohnen nun mietfrei im Oranienwerk und schenken den vormals geweißten Wänden nicht nur Farbe, sondern allen Interessierten auch Gesprächsstoff und individuelle Deutungshoheit.

Am kommenden Wochenende sind besonders alle ehemaligen Mitarbeiter des Industriestandorts mit über 100-jähriger Geschichte eingeladen, sich beim 1. Kaltwalzwerk-Tag am 7. Januar 2017 ab zehn Uhr ein umfangreiches Bild vom jetzigen Kultur- und Kreativstandort zu machen. Der Eintritt tagsüber ist frei, für den Gala-Abend im Kultursaal ab 19 Uhr wird ein minimaler Kulturbeitrag von 5 € erhoben.

Foto: ©Dagmar Möbius

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