Ungelegte Eier und bewegte Bilder

Vieles wird angekündigt: Arbeitstreffen. Demonstrationen und Streiks. Premieren und (Presse-) Termine. Gesetze. Reformen. Staatsbesuche. Strafen. Urlaube. Visionen. Abschiede – vom Job, von Lebenspartnern, vom Sport oder von Diäten. Manchmal auch von Träumen.

Ich plädiere für Transparenz. Nicht nur bei anderen. Ich lege Interessenskonflikte und relevante Vertragspartner offen, obwohl ich gesetzlich dazu nicht verpflichtet bin. Aber: über laufende Recherchen oder geplante Projekte spreche ich selten öffentlich. Ungelegte Eier sind nicht mein Ding.

Nicht, weil ich zu wenig daran glaube. Ich lese und höre zu oft über Aktionen, von denen nach viel Wind nie wieder etwas zu vernehmen ist. Ich konzentriere mich auf Prioritäten und die Personen, die mir beim Umsetzen helfen. Nicht auf Zerredungsgefahren für Pläne. Auf die Gefahr hin, dass auch ich gelegentlich von einem fast tot gerittenen Pferd absteigen muss oder pausieren und neu justieren muss.

Woran und wie Wissenschaftler forschen, fasziniert mich. Noch mehr, wenn Forschungsergebnisse Chancen eröffnen, die Gesellschaft besser und gerechter zu gestalten. Selten sind das Unterhaltungsthemen. Im Gegenteil. Vieles wird gern und regelmäßig zur Seite gewischt, weil es zu wenige Menschen betrifft. Seit Jahren beschäftige ich mich mit den Zusammenhängen von Arbeit und Gesundheit. Aktuell erschien unter anderem ein Artikel über die Erkenntnisse der Dresdner Soziologin Julia Dobrindt. Überschrift: „Gering Gebildete leiden unter Arbeitslosigkeit mehr als Akademiker“. Es wäre toll und machbar, wenn die Politik daraus Schlüsse für konkretes und hilfreiches Handeln zieht.

Eine erfreuliche neue Zusammenarbeit gibt es auch zu vermelden. Die Zeitschrift „Erziehung & Wissenschaft“ mit einer Bundesauflage von rund 273.000 Druckexemplaren (IV/16) veröffentlichte in ihrer April-Ausgabe meinen Beitrag über Filmbildung in der Schule.

Foto: ©Dagmar Möbius

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