Am Wendepunkt

Nach über zehn Jahren hundertprozentiger Freiberuflichkeit startete ich einen neuen Abschnitt: ich übernahm eine mehrmonatige Elternzeitvertretung als Redakteurin beim Sozialverband Deutschland. In der Redaktion der Zeitung „Soziales im Blick“, die die derzeit 570.000 Mitglieder des Verbandes monatlich erhalten, arbeite ich in einem wunderbaren Team in Berlin-Mitte und lerne täglich dazu. Am Wendepunkt stand ich Anfang September tatsächlich: als Streckenposten unterstützte ich wie alle SoVD-Mitarbeiter den vierten Inklusionslauf auf dem Tempelhofer Feld. Was für eine eindrucksvolle Sportveranstaltung! Wer wissen will, wie es war, kann sich hier informieren.

Auch das erstmals durchgeführte inklusive Bürgerfest anlässlich des 100. Verbandsjubiläums am vergangenen Wochenende begeisterte viele Menschen. Profi-Frau Claudia Schneegaß hatte meinem Grafikkollegen Denny Brückner und mir in einem Schnellkurs die Grundgriffe des Kinderschminkens beigebracht. Mit der Expertin ging es in die Praxis und relativ schnell kristallisierten sich unsere speziellen Fähigkeiten heraus. Strahlende Kinderaugen, lobende Elternworte und ungeduldig auf Gesichtsbemalung wartende SoVD-Mitglieder aus allen Teilen des Landes waren der beste Lohn für dieses Abenteuer. Was es noch alles gab, wird im nächsten SoVD-Magazin zu lesen sein.

Auch Erwachsene kamen beim inklusiven SoVD-Bürgerfest zum Kinderschminken.

Das neue berufliche Kapitel erforderte einige organisatorische Änderungen. So stellte ich mein Ehrenamt im Netzwerk „Unternehmerinnen in Oberhavel“ zur Verfügung. Gemeinsam mit der Berliner Diplom-Psychologin Nicole-Kristina David-Ulbrich hatte ich den unabhängigen, nichtkommerziellen Zusammenschluss selbstständiger Frauen seit 2013 geleitet. Steffi Rose und Sandra Klug übernahmen die Moderatorinnen-Funktion ab September 2017 und gaben bereits ihr erstes Interview. Ich bleibe dem Netzwerk erhalten.

Überraschung von den Netzwerkfrauen, Manuela Röhken übergibt mir ein Dankeschön. Foto: Steffi Rose.

Meine freie Arbeit führe ich weiter, gegenwärtig allerdings deutlich reduziert. Im Oranienwerk bin ich nach Absprache anzutreffen.

Indian Summer im Oranienwerk.

Bei einer meiner historischen Langzeitrecherchen konnte ich in diesem Jahr bedeutend vorankommen – bis zur Veröffentlichung, voraussichtlich in Buchform, wird es aber noch unbestimmte Zeit dauern. Jedes neue Material wirft x neue Fragen auf, die ich möglichst vollständig klären möchte. Ich bin schon jetzt zahlreichen Archivmitarbeitern in Brandenburg und Berlin sowie Helfern für Tipps und wertvolle Suchhinweise dankbar.

Fotos: Dagmar Möbius (3), Steffi Rose (1)

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