Geschichte bitte verlegen

Seit ich in Brandenburg wohne, hat das Wort „Provinzposse“ eine neue Bedeutung für mich. Erst hier begriff ich einige zeitgeschichtliche Zusammenhänge, deren Auslöser bis 1989 nicht alle ins berühmte „Tal der Ahnungslosen“ durchgesickert waren. Meinem ersten Besuch in der Gedenkstätte Sachsenhausen folgte stilles Entsetzen. Nur so lässt sich eine aktuelle Debatte einordnen. Weiterlesen

Etwas Schwante – beinahe

Kollegialer Wochenendgruß aus Baden-Württemberg. Der Absender des Zeitungsausrisses war noch nie im brandenburgischen Dorf Schwante. „Prinzenpaar fast in Schwante zu Gast“ verheißt die Überschrift einer im Internet kursierenden Kurzmeldung. Schon einige Tage alt, trotzdem noch ein Schmunzeln wert. „Journalismus in OHV. :-)“ kommentiert der Ortsfremde. Ob er die Originalquelle kennt? Weiterlesen

40 kcal

Es ist Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin. Die jährliche Leitveranstaltung der Branche findet mit 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik zum 20. Mal statt. Ich habe mich in diesem Jahr mit dem Krankenhaus Rating Report und mit der Akademisierung der Pflege befasst. Ungeplant begegnete ich zwei mutigen Frauen. Die eine traute sich vor die Kamera, die andere bekam einen Preis dafür. Nicht irgendeinen.  Weiterlesen

Alessandros große Kunst

Schlicht „Malerei von Marogna“ war die Vernissage am gestrigen 9. Juni im Oranienwerk angekündigt. Darüber ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fußballmannschaft. Drei Männer stechen hervor. „Fritze, Keule und ich“. Handkoloriert in rot, blau und gelb. Neugieriger auf Kunst kann man kaum machen. Alessandro Marogna kreiert am liebsten meterhohe und -breite Gemälde, deren Transporte von A nach B schon Abenteuer sind. Weiterlesen

32 Grad und Hauptsache gesund

Ein bisschen Biergarten-Feeling gab es doch, aber erst nach getaner Arbeit. „Kaffeetante“ Petra Michael, auf dem Schnappschuss 2. von rechts, hatte die vierte regionale Gesundheitsmesse für alternative Heilmethoden organisiert. Warum sie trotz tropischem Wetter und weniger Besuchern als in den Vorjahren mit der Resonanz zufrieden sein konnte, was es Neues gab und was sich in Auflage 5 ändern könnte, habe ich für den teamMedi-Blog aufgeschrieben.

Foto: ©Dagmar Möbius

Schere im Kopf?

Tag der Pressefreiheit. Manche Zeitungen machten heute mit einem (fast) leeren Titel auf. Nachmittags liegen Exemplare mit vermeintlicher Fehlermeldung auf dem Bäckertresen. An anderen Tagen sind sie dort längst ausverkauft. In der U-Bahn flimmert statt aktueller Meldungen das Werbelogo des Berliner Fensters über die Bildschirme. Was, wenn „das Establishment“ den heutigen Gedenktag wörtlich nimmt? Weiterlesen

Ungelegte Eier und bewegte Bilder

Vieles wird angekündigt: Arbeitstreffen. Demonstrationen und Streiks. Premieren und (Presse-) Termine. Gesetze. Reformen. Staatsbesuche. Strafen. Urlaube. Visionen. Abschiede – vom Job, von Lebenspartnern, vom Sport oder von Diäten. Manchmal auch von Träumen.

Ich plädiere für Transparenz. Nicht nur bei anderen. Ich lege Interessenskonflikte und relevante Vertragspartner offen, obwohl ich gesetzlich dazu nicht verpflichtet bin. Aber: über laufende Recherchen oder geplante Projekte spreche ich selten öffentlich. Ungelegte Eier sind nicht mein Ding. Weiterlesen

Zwischen Oscar und Kamera

Live bei einer Oscar-Verleihung. Nein, nicht in Los Angeles. In Dresden. In der sächsischen Landeshauptstadt fand Anfang März 2017 zum zweiten Mal nach der bis dato einmaligen Fusion zweier deutscher wissenschaftlichen Gesellschaften im Jahr 2000 die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG e.V.) statt. Ich durfte die Pressearbeit übernehmen. Einen symbolischen Oscar für „das beste Tagungsprogramm aller Zeiten“ verlieh der DGPFG-Präsident Dr. med. Wolf Lütje aus Hamburg an die wissenschaftliche Vorbereitungsgruppe. Im Bild: Professorin Kerstin Weidner von der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Dresden.

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Die recherchieren, sieht man nicht…

„Schreiben Sie noch?“ Kein Finanzbeamter würde gefragt, ob er sich noch zuverlässig um die Steuergerechtigkeit sorgt. „Alles gut?“ ersetzt immer öfter ein „Wie geht’s?“ In Berlin (und anderswo) fallen kontinuierlich Redakteursstellen weg. Ich sammle Geschichten von Ex-Kolleginnen und Ex-Kollegen, die in ganz anderen Berufssparten neu starten. Und ja, ich schreibe noch. Weiterlesen